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29.09.04 - 1. Herren

Krimi ohne Happyend

Augustdorf/H. - Emsdetten 34:36 n.V.


Solche Geschichten schreibt einzig und allein der Pokal. Spannung, ja Dramatik pur - davon lebte gestern Abend der Auftritt der beiden Handball-Zweitligisten HSG Augustdorf/Hövelhof und TV Emsdetten. Der Autor, Christos Kolios, hatte bereits die ganz eigene Geschichte einer völlig ungewöhnlichen Partie geschrieben. Nur zum Happyend in dem Krimi-Bestseller kam der griechische Linksaußen in Reihen der gastgebenden Musketiere nicht mehr ganz. 34:36 (28:28, 23:23, 11:9) verlor die HSG nach einer bemerkenswerten Leistung.

Dabei war die Begegnung der beiden Liga-Kontrahenten zunächst eher ein Langweiler. Unglaublich viele Fehler und Unzulänglichkeiten beherrschten das Geschehen auf beiden Seiten. Dennoch krönten die Augustdorfer ihre glänzende Deckungsarbeit zur Halbzeit mit einer verdienten 11:9-Führung. Und bis zur 53. Minute blieb es eine ganz normale Pokal-Partie. Aufgrund der personellen Probleme spielten die Hausherren tatsächlich fast die gesamten 60 Minuten mit exakt der gleichen Formation durch. Doch körperliche Schwäche zeigten die von einem starken Benedikt Schindelhauer angeführten Augustdorfer nicht. Der nicht gegebene Siebenmeter nach Foul an Honerkamp, die Hinausstellung des HSG-Kreisläufers im Gegenzug und das 20:22 durch Golding schien sogar die Initialzündung gewesen zu sein. Im Mittelpunkt stand urplötzlich Publikumsliebling Christos Kolios. Noch wenige Minuten zuvor gegen Klöpping ausgetauscht, drehte sich fortan alles nur noch um "Otto",, wie er seit Griechenlands Fußball-Triumph genannt wird. Per Siebenmeter glich der Ex-Oeynhauser zum 22:22 aus, und selbst als beim 22:23 die Zeit bereits abgelaufen war, blieb der Grieche eiskalt und erzwang mit einer weiteren verwandelten "Marke" die Verlängerung. Jetzt war der Thriller-Autor so richtig auf den Geschmack gekommen. Alles schien gelaufen, als die Gäste 90 Sekunden vor Ende der ersten zehn Minuten auf 28:25 davonzogen. Der Wahnsinn nahm seinen Lauf, weil Sauerland und zweimal eben jener Kolios in der Restzeit erneut ausglichen. Die erste Augustdorfer Sieben verdiente sich ein Extra-Lob, auch wenn es trotz Führungen in der zweiten Verlängerung nicht mehr zum Erfolg gereicht hat. Immer wieder kämpften sich die Musketiere zurück und ließen sich vom TV Emsdetten, der ein ums andere Mal frische Akteure aufs Feld schicken konnte, nicht abschütteln.


Jung-Vater mit Tordrang: Augustdorfs Kapitän Christian Grunow, der sich über die Geburt von Tochter Zoe freute, überzeugte in kämpferischer Hinsicht, wird aber hier von Remer aufgehalten.

Quelle: LZ vom 29.09.04

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